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Creedence Clearwater Revival   self-titled (1968) *****

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Pressung:

Liberty, NL, Stamper: A#1 420 1 7 / B#1 420 1 7

Klanggrad

Seite 1  A++(+)  /  Seite 2  A++(+)

Zustand Cover / Vinyl:  EX+ / M-

Verglichene Pressungen: eine deutsche frühe 1970er Bellaphon, eine US-Pressung

Kommentar

 

Das Debüt von CCR ist eine sehr schwierig zu reproduzierende Platte, die mit einer hochwertigen und lange vorgewärmten Anlage abgespielt werden sollte. Beide Seiten dieser holländischen Pressung sind verzerrungsarm, solide, sehr dynamisch und korrekt, was bei der Betonung auf die Mitten bei dieser Musik und v.a. den Gitarren und der Stimme enorm wichtig ist. Ohne Korrektheit wird der Sound rasch unerträglich schrill und verzerrt, besonders wenn die Höhen zu hell sind. Hier ist der Mitteltonbereich gut ausbalanciert. Dazu kommt eine tolle Extension in den Höhen, ein sehr gut definierter Bass und ein vorzüglicher Raumklang. Die exzellente Dynamik dieser Kopie bringt die Musik zum Leben. Wenn eine Kopie mit noch seidigeren/angenehmeren Höhen und oberer Midrange existiert, dann vergebe ich A+++.
Die holländischen und deutschen Pressungen sind der Schlüssel zu einem hervorragenden CCR-Sound! Die deutsche Bellaphon klingt auch exzellent, weniger dynamisch zwar, und hat an manchen Tagen (die Psychoakustik ist nicht immer gleich) die obere Midrange und die Höhen vielleicht sogar einen Tick besser unter Kontrolle. A++ dafür.

 

Song Kommentare

 

I Put a Spell on You

Gleich zu Beginn wird klar, was auf dieser Pressung abgeht. Alle oben genannten Qualitäten kommen voll zur Geltung. Nur wenn der Cut superkorrekt ist, fegt es einen am Ende, wenn die Cymbals und Gitarren noch einmal ansteigen, nicht mit Zahnweh aus dem Sessel. Ein Wahnsinnssong! Die Stimme ist allerdings sehr trocken und kantig aufgenommen.

Mark Bloemeke schreibt in seinem Buch auf Seite 17: „Das Stück lebt von seinem Schlagzeug-Intro, der Stakkato-Rhythmusgitarre und dem Walking-Bass, der finster im Hintergrund für Tanzbarkeit aber auch das Voodoo-Gefühl sorgt. Über allem schwebt dann Fogerty zunächst mit seiner Stimme und schließlich mit einem sturmartigen Gitarrensolo, das immer wieder aufflammt und sich abschwächt, aufflammt und abschwächt.“

The Working Man

Fällt klanglich zwischen den beiden Klassikern zurück. Es bedarf schon einer extravaganten Pressung wie dieser, um einigermaßen Spaß beim Hören zu haben. Generell klingen nicht alle CCR-Songs gut, es gibt immer wieder Ausfälle.

Suzie Q

Schöner Hall gleich zu Beginn. Becken und Tamburine klingen korrekt. Die Fogertys Gitarren springen regelrecht links aus den Boxen, das Genie steht vor mir und prescht seine Improvisationen und Soli in meine Ohren – cooler Effekt!

Der erste Hit für CCR:  #11 in den US & A!

Gloomy &
Walk on the Water

Beide Tracks bestechen durch einen dynamischen Sound einer Band, die uns einheizt. Die Rhythmussektion arbeitet hart mit wohl definiertem Bass und Raum um das Schlagzeug. Die Gitarren klingen Obersahne.

  

Quellen & Links:

Wikipedia

Konzert Royal Albert Hall 1970

Mark Bloemeke „Songs For Everyone – John Fogerty und Creedence Clearwater Revival“ (ISBN 978-3-00-049687-5)

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