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Creedence Clearwater Revival Bayou Country (1969) *****

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Gewinner-Pressungen

Bellaphon, Deutschland 1969, Stamper: -1 / -2

Fantasy, Holland frühe 1970er, Stamper: LBS 83261-A II 36141-1-4 / LBS 83261-B II 36142-1-7

Klanggrad

Seite 1  A+++ (Ger)  /  Seite 2  A+++ (NL)

Zustand Cover / Vinyl: M- / M- (Ger) Wow!

M- / M- (NL) Noch mal Wow!

Pressungen im Shootout: 2 holländische Fantasy, die deutsche Bellaphon und die US von Better Records A++/A++(+) – zurückgeschickt!

Kommentare

 

Der Gesamtklang ist groß und offen mit ordentlicher Power. Die Höhen haben eine ungewohnt gute Extension nach oben. Am wichtigsten aber ist die erstaunliche KORREKTHEIT im magischem Mitteltonbereich, der so ungemein wichtig ist für diese Musik (tubey magical). Die US-Pressungen können da nicht mithalten, was bei einer Band aus San Francisco einigermaßen unverständlich ist. Selbst die besten klingen verzerrt, unangenehm und flach.
Spekulation: Vielleicht konnten die Presswerke von Fantasy Records in Amerika (Fogerty: „I determined, we're on the tiniest record label in the world…“) nicht den Standard erreichen, den z.B. Monarch, Pitman oder Terre Haute oft bieten. Bei den meisten US Bayou-Country-Pressungen handelt es sich nämlich um Hollywood, Indianapolis und Rockaway Pressungen (die seltenen Terre Haute kamen mir nicht in die Finger). Oder die Amerikaner haben das Mastertape nach Europa geschickt und nur ein lausiges Überspiel zurückbekommen – eher unwahrscheinlich. Wie auch immer, wenn man den Mastertape-Sound sucht, wird man an den deutschen und holländischen frühen Pressungen (englische habe ich kaum gehört) nicht vorbeikommen. Sie bringen Leben in die Aufnahmen und damit Spaß beim Hören.
Bemerkenswert ist, was CCR mit einer Standard-Rockband-Besetzung geradlinig auf die Beine gestellt haben. Unnachahmlich röhrt Fogertys heisere Stimme auf unerreichtem Niveau durch sämtliche Songs. Tolle Scheibe und eine der am besten klingenden von CCR.

 

Seite 1

 

Born on the Bayou   all-time favourite

Ein entscheidender Song für CCR, mit dem sie den „Swamp Rock“ ins Leben gerufen haben. Das Stück hat ungemein viel Seele. Gitarren und Gesang klingen korrekt, und der tiefe definierte Bass sowie das klare Schlagzeug bringen mit ihrer Power LEBEN in die Musik. Bei kaum einem anderen Creedence-Song kommt Fogertys Stimme so rau und intensiv-heiser daher. Der kraftvolle leidenschaftlich geschriene Refrain geht einem nicht mehr aus dem Kopf. Herrlich!

Bootleg

Ein Hammersong, audiophiles Highlight und Ohrwurm. Die akustischen Gitarren, der Bass und die Drums klingen magisch. Kein Ton zu viel, kein Instrument spielt sich in den Vordergrund – ganz großes Kino!

Graveyard Train

Der Song beginnt mit einem simplen Basslauf, der die gesamten acht Minuten begleitet. Fogertys Stimme, das exzellente Harmonika-Solo, das einem bei dieser Pressung direkt entgegenfliegt, und die sparsam eingesetzten Gitarrenanschläge sorgen für Spannung. Alles ist reduced to the minimum. Cool!

Auch der Text ist heftig, wie der Ich-Erzähler am Ende zur „number thirty-one“ wird…

 

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Good Golly, Miss Molly

Der Song hat eine wunderbare Power, die Vokals sind kraftvoll im Stile Little Richards. Die Leadgitarre hat einen irren Drive, die Rhythmussektion arbeitet auf Hochtouren – was will man mehr. Wenn bei diesem Song die Midrange nicht korrekt ist, Distorsionen hat, wird es rasch unangenehm und harsch. Hier klingen sogar die Handclaps natürlich. Manchmal fegt eine Hand über ein Piano.

Penthouse Pauper

Ein treibender Groove in perfekter Abstimmung aller Instrumente, die sehr zentriert sind und fast wie in Mono daherkommen.

Proud Mary   all-time favourite

Eine der größten Kompositionen John Fogertys. Auf dieser Pressung stampft der Song mit voller Power und alle Qualitäten kommen zur Geltung. Melodie und Refrain brennen sich sofort in die Hörgedächtnis-DNA. Der Song erreichte in den USA #2.
Ich habe den Song rauf und runter während meines ersten Krankenhausaufenthaltes (eine kleine OP am Fuß) gehört. So habe ich angenehme Erinnerung an diese zwei Tage: Im Bett liegen und CCR hören. Was gibt’s Besseres?

Keep On Chooglin'

Neben „Bootleg“ einer der am besten klingenden Songs auf dem Album und ein echtes Highlight. Cook legt mit dem Bass den Grundrhythmus fest, der besonders gut definiert und klar klingt. Clifford drischt gekonnt auf die Becken ein, die hier einen schönen Hall haben. Bei den Soli springt die Gitarre links regelrecht aus der Box, dann die Harmonika – ein toller Effekt. Dazwischen ein paar coole Schreie – ich liebe solche Details. Das Stück hat Demo-Disc-Qualität!

Die Nummer schloss aus gutem Grund regelmäßig die Creedence-Konzerte ab.

 

Quellen & Links:

Wikipedia zu Bayou Country

Review bei Musikzirkus

Proud Mary

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