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Jackson Browne   Running On Empty (1977) *****H

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Ausnahmsweise mal ein CD-Cover.

Signiert von Jackson nach einem Konzert im Hamburger Stadtpark am 19. Juni 1994!

Gewinner-Pressung

Asylum, US-Pressung, White Label Promo (WLP, Specialty Press)

Klanggrad

Seite 1  A++(+)  /  Seite 2  A+++

Zustand Cover / Vinyl:  EX+ / M-

Pressungen im Shootout: 7 Asylum US LPs, davon 3 Promos (eine White Label). Deutsche oder englische Pressungen wurden nicht berücksichtigt, da diese erfahrungsgemäß bei Jackson Browne keine Chance gegen die US-Ausgaben haben.

Kommentare

 

Dieses Shootout hat riesigen Spaß gemacht, war erfolgreich und brachte viele neue Erkenntnisse. Musikalisch ist Running On Empty ohne Zweifel eines der absoluten Highlights in Jacksons Karriere, wie die ersten sechs Alben insgesamt. Soundtechnisch fand ich dieses Album allerdings immer problematisch, was sich nun geändert hat. Wenn man die richtige Pressung und einen optimalen Cut in den Händen halten darf, kommen die unterschiedlichen Aufnahmetechniken und -orte gut zur Geltung.
Leider ist es mit Promos nicht einfach, denn sie garantieren keinen optimalen Sound. Die White-Label-Promo-Regel „frühe Pressung, besserer Sound“ kann manchmal greifen, aber keineswegs immer. Hier hat es funktioniert. Die durchschnittliche Ausgabe jedenfalls klingt flach und macht deshalb keinen Spaß beim Hören.
Diese WLP-Asylum vereint viele äußerst wichtige Qualitäten: Voller und kraftvoller Bass, warme und KORREKTE Midrange und insgesamt eine tolle DYNAMIK, die so wichtig bei Live-Aufnahmen ist. Die Pressung ist zudem super TRANSPARENT, sauber, klar, offen und präsent. Das natürliche Tongleichgewicht ist voll gegeben. Es gibt hier keine Aggressivität oder Distorsionen – so etwas findet man nur auf den allerbesten Pressungen!

 

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Running On Empty   all-time favourite

Sehr natürlich, wie die Zuschauer am Anfang des Songs klatschen, dann der Hall um die Gitarre, die den Song anzählt. Ein exzellenter Hall gilt als Marker für ein tiefes Soundfeld. Gute Räumlichkeit, toller Bass, Power! Die Stimme ist klar, dabei reich und tonal korrekt. Das Slide-Gitarren-Solo von David Lindley ist so deutlich und intensiv, als ob er im Hörzimmer vor einem sitzen würde. 

 

The Road

Das Grillenzirpen in den ruhigen Passagen kommt sehr natürlich und deutlich herüber. Der Song klingt mit am besten auf Seite eins. Jacksons Stimme ist wieder superb, was naturgemäß mit das Wichtigste an einem Jackson-Browne-Album ist – welche Intensität und Ausdruckskraft! Die Fiddle von David Lindley rechts klingt weich und verzerrungsfrei. Wenn die anderen Instrumente, Bass und Schlagzeug, in der Mitte des Songs einsetzen, benötigt man den WHOMP-Faktor (Energie am unteren Frequenzspektrum), was hier voll zufriedenstellt.

Rosie

Das Piano klingt angenehm, natürlich, voll und rund; nicht hart und aggressiv wie auf anderen Pressungen. Ohrwurm! 

You Love The Thunder

Schöner Rock ‘n‘ Roller. The Section, die Stammband von James Taylor zu dieser Zeit, spielt in Hochform. Ich liebe Lee Sklars Bassläufe und die knackigen Breaks von Russ Kunkel. Dazu ein tolles Slide-Solo von Mr. Lindley. Die Background-Einlagen von Rosemary Butler und Doug Haywood sind ebenfalls Obersahne!

Cocaine

Nur eine optimale Pressung liefert das Gefühl, auf der Drogenparty in Raum 124 des Holiday Inn, Edwardsville, Illinois am 17. August 1977 dabei zu sein. Gitarre und Fiddle kommen phänomenal, die Stimme, als ob Jackson wirklich Kokain geladen hat. Der Song atmet dadurch ATMOSPHÄRE und man denkt „Cocaine, runnin’ all ’round my brain… Now I’m losing touch of reality…“. Geschrieben hat den Song übrigens Reverend Gary Davis, ein Blues-Gitarrist. 

 

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Klingt um Nuancen besser, hat mehr High End und Dynamik als Seite eins. Daher im Vergleich ein halbes Plus mehr.

Shaky Town

Geschrieben von Daniel Kortchmar, JTs alter Kumpel. Unglaublich real, transparent und dynamisch, seidige Höhen. Man kann jedes Instrument lokalisieren und verfolgen, da spielt eine Band und man ist LIVE dabei.

Love Needs A Heart

Wunderschöne Ballade, ein Highlight auf dieser Scheibe, das aber leider nicht am besten klingt (es fehlt etwas Top-End).

Nothing But Time

Demo-Disc-Quality, huge bottom end! Genialer Schachzug, den Song in einem Bus aufzunehmen, einem Continental Silver Eagle). Wir fahren mit Jackson zum nächsten Gig, nothing but time. In den ruhigen Passagen kann man das Röhren des Busmotors hören, dann stampft der Song dynamisch weiter.

The Load Out   all-time favourite

Jackson segelt wunderbar am Piano durch dieses Highlight. Mein Favorit auf Running On Empty – jedenfalls bekomme ich immer feuchte Augen dabei.

Stay

Hitsingle; sein wohl bekanntester Song, den er aber nicht geschrieben hart. Rosemary Butler singt eine Strophe & featuring rare vocal appearance by David Lindley.

Running On Empty (Nr. 3 in Amerika, 7-fach Platin) ist ein Meisterwerk. Wenn ich das jetzt so niederschreibe, flammt die Freude an den Songs wieder hoch. Hinzu kommt die fantastische Aufmachung mit der schönen Textbeilage und dem Heft mit den Fotos von der Tour. Das ist schon alleine den Preis für die LP wert.
Die DVD-Audio ist eine nette Ergänzung wegen der Bonussongs und des Bonusmaterials, nicht mehr und nicht weniger. Klanglich das Optimum ist es aber auf keinen Fall.

  

Quellen & Links:

Running On Empty - Video-Montage

Running On Empty - No Nukes '79

Einige Rezis auf hitparade.ch

Wikipedia

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