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The Beatles   Help (1965) *****H

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Gewinner-Pressung

Deutsche Apple von 1974, ohne HörZu auf dem Frontcover (A2/B1)

Klanggrad

Seite 1  A+++  /  Seite 2  A+++

Zustand Cover / Vinyl:  M- / M-

Pressungen im Shootout: mindestens ein Dutzend englischer und deutscher Pressungen über die Jahre. 2. Platz (Runner up): UK Parlophone black label A+++/A++(+) (Tom Ports Hot Stamper)

Kommentare

 

DEMO-DISC-Sound gibt es auf dieser deutschen Apple-Pressung zu hören. Ich habe mich lange mit diesem Album beschäftigt, mehrere deutsche und englische Pressungen gehört und miteinander verglichen – und hatte keinen Erfolg, sodass ich mich bei Better Records mit Help eindeckte. Tom und sein Team haben seinerzeit ein „MAJOR-Shootout“ für dieses wundervolle Album durchgeführt und eine UK Parlophone EMI black label mit A+++/A++(+) gefunden. Beim Hören dieser Pressung blieb aber auch immer der Verdacht darauf, dass noch etwas mehr geht. Und die ultimativen Pressungen von Help sind nun mal deutsche Apple aus den Siebzigern. Also kaufte ich nach und verglich diese drei Kopien mit Toms Referenz Hotstamper. Eine schlug sämtliche anderen Pressungen!
Beide Seiten klingen warm, angenehm und haben die Energie und Präsenz, die diese Musik zum Leben erwecken. Die Höhen sind seidig und haben Extension, das untere Ende klingt genau richtig. Die kantige, harte Midrange, die die typischen Kopien (neben der Flachheit) plagt und das Hören sehr unkomfortabel machen können, ist hier nirgends zu finden. Der Klang ist insgesamt natürlich, ausgewogen und satt, mit viel Räumlichkeit und Tiefe im Klangfeld. Die Vokals sind PERFEKTION - reich und voll, mit wundervoller Klarheit und atemberaubender Präsenz – so wichtig für ein Beatles-Album. Durch die erstaunliche Transparenz und die hohe Auflösung dieser Kopie wird die Musik auf ein ganz neues Niveau gehoben.
Hervorragende deutsche und englische Pressungen sind sehr schwer zu finden. Tom Port hat vor allem Pressungen aus den Siebzigern zur Verfügung gehabt, kennt sich aber auch mit denen aus den Sechzigern aus. In den Siebzigern hatten die Techniker oft ein besseres Equipment, was erklärt, dass die LPs manchmal besser als die Originale klingen. Angesichts des Preises sind meine Erfahrungen mit Beatles-Pressungen aus den Sixties nicht exorbitant, aber vorhanden. Ich kann Tom also bestätigen.
Bei Help zeigte sich einmal mehr: Man muss die Platten spielen, sich anhören, vergleichen, kennenlernen und eine Entscheidung fällen. Nur so kann man den besten Sound finden, denn nicht zwei LPs klingen gleich, nicht einmal mit derselben Stampernummer.

 

Seite 1

 

Help!   all-time favourite

Wenn bei diesem Song die Midrange nicht stimmt, fliegt man bei den ersten Takten vom Stuhl und hält sich die Ohren zu. Hier ist alles perfekt und ein Genuss. Der Sound ist unglaublich offen und geräumig mit echter Tiefe im Klangfeld. Gefühl und Authentizität in Lennons Stimme werden super transportiert.

 

The Night Before

Die Becken klingen korrekt und lebendig, ein Zeichen für gute Höhen. Der Hintergrundgesang ist klar, das dreidimensionale Soundfeld bringt ihn super in den Mix, mit McCartneys Lead-Vocals ganz vorne - ein cooler Effekt. 

You’ve Got to Hide Your Love Away   all-time favourite

Einer der besten Songs auf dem Album, die erste rein akustische Nummer der Beatles – herrliche Gitarren. Deshalb klingt er auch besonders gut, zumal hier größere Overdubs sicher fehlen.

I Need You

Die Gefühle von George kommen glaubwürdig rüber. Betont wird der Song von einem Lautstärkenschwellenpedal, das seinem Riff – hier exzellent klingend – den Eindruck unterdrückter Tränen (für Patti Boyd?) verleiht.

Another Girl

McCartneys Gesang ist wie häufig auf Help double-tracked, er singt im unteren Bereich seines großen Spektrums. Überhaupt ist es bei den besten Pressungen so, als ob John und Paul mit einem im Hörraum wären. Cool!

 

You’re Gonna Lose That Girl

Eine der besten Nummern auf Help. Lennons Text passt gut zur Musik und er gibt alles, begleitet von George und Paul, die im Hintergrund die ohrwurmartige Response singen. Ringo drischt rechts etwas heftig auf Bongos ein.

Ticket to Ride 

Großartiger Song mit emotionaler Tiefe. Für die damalige Zeit außergewöhnlich E-Gitarren betont und mit einem schweren Drumrhythmus, der hier durch die gute Midrange und den guten Bass super rüberkommt.

 

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Act Naturally


It’s Only Love   all-time favourite

Einer der am besten klingenden Songs auf dem Album mit sehr weichen Höhen. John (auch double-tracked) klingt wunderbar; er lacht bei „…very bright“ wohl über seinen eigenen Text.

You Like Me Too Much


Tell Me What You See

Der Song hat ein paar Distorsionen im Gesang, die sicher so auf dem Tape sind. Die Drums und das E-Piano von Paul klingen aber vorzüglich.

I’ve Just Seen a Face   all-time favourite

Noch ein super klingender Song, ein echtes Highlight! Liebe-auf-den-ersten-Blick-Text, der die atemlose Musik perfekt ergänzt. Ohne großen Schnickschnack (d.h. Overdubs) nach 6 Takes aufgenommen.

Yesterday   all-time favourite

WOW! Hier gibt es eine unglaublich warme, süße Midrange-Magie, wenn Paul auf seiner Epiphone-Texan-Gitarre spielt und diesen Klassiker singt. Die Streicher, die George Martin am 17. Juni 1965 hinzugefügt hat, haben Textur und Kraft.

Dizzy Miss Lizzy

Meine MFSL Beatles-Pressungen habe ich vor Jahren verkauft. Die Höhen waren auf diesen Pressungen unnatürlich, der Bass war mager und vor allem die Midrange verzerrt – eine Katastrophe für die midrangelastigen frühen Platten der Famous-four-singing-BEATLES (an English sort of Rock ’n’ Roll ensemble from Liverpool). Eine gute deutsche oder englische Pressung ist korrekter, hat besseren Bass und insgesamt mehr LEBEN. Lest, was Tom Port beispielhaft zur MFSL Please Please Me geschrieben hat.

 

  

Quellen & Links:

Tom Ports Kommentare zum Help-Hotstamper

Label History from 1963 to 1980s

Wikipedia

Help

Yesterday

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